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Schau, der goldne Wetterhahn
auf der Kirchturmspitze
sieht die Welt von oben an,
bei Kälte und bei Hitze.

Ganz alleine thront er dort,
dreht sich stetig mit dem Wind,
träumt von einem schönen Ort,
wo auch seinesgleichen sind.

Hühner gäb‘ es da und Pflanzen,
frisches Futter und Getreide
mit den Hennen würd‘ er tanzen,
rundumher auf grüner Weide.

Krähen würde er am Morgen,
und die Menschen zeitig wecken,
ach, er hätte keine Sorgen,
würd den Rest der Welt entdecken.

Doch er muss dort oben hocken,
Tag für Tag und Jahr für Jahr
still lauscht er den Kirchenglocken
und sein Traum wird niemals wahr.

© Regina Meier zu Verl

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