Schlagwörter

, , , , , , , ,

Fußball mit Sahnehäubchen

„Heute Abend. Kommt ihr zum großen Spiel? Deutschland gegen Frankreich. Oh, ich bin ja schon so sehr gespannt. Und wie aufgeregt ich bin.“
Ja, Oma Klein war wirklich aufgeregt. Ganz rot gefärbt waren ihre Wangen. Und die Augen leuchteten.
„Ich habe schon die Getränke gekauft und Salzstangen und Chips und Brezeln. Nur das Bier müsst ihr noch besorgen“, rief sie ihrem Nachbarn zur Rechten, Opa Bauer und seinen beiden Enkelsöhnen, zu. „Hefeschnecken habe ich gebacken, einen Speck- und einen Streuselkuchen und nachher schiebe ich noch zwei Bleche Pizza in den Ofen. Hach, das wird ein feiner Abend werden. Ich liebe Fußball.“
Und voller Vorfreude klatschte sie in die Hände. Wie ein kleines Mädchen, das sich auf einen Zirkusbesuch freute, sah sie aus.
Oma Kleins Nachbarn grinsten. Ja. Sie liebten den Fußball auch und ganz besonders liebten sie es, sich die Spiele bei Oma Klein anzusehen. Diese Abende mit ihr waren nämlich ganz besondere Abende. Spannend und auf eine ganz eigene Weise fröhlich. Wie in einer großen Familie, in der sich alle verstanden, waren sie und das fühlte sich gut und richtig an. Und spannend war es auch. Gemeinsam Wetten abschließen, die Daumen drücken und vor allem Oma Kleins Naschereien zu schmausen, all das machte jedes Fußballspiel zu etwas ganz Besonderem. Für manche war das Spiel – manchmal – dann gar nicht mehr so sehr wichtig. Es kamen auch einige, die mit Fußball an sich eigentlich nicht viel am Hut hatten. Mit Fußball bei Oma Klein aber umso mehr.
„Fußball mit Oma Klein“, sagten sie, „ist Fußball mit Sahnehäubchen.“
Oma Klein pflegte dann zu lachen und „Ich bin ein Sahnehäubchen“ zu sagen.
Und sie liebte es, das Sahnehäubchen zu sein.
Den Fußball, den liebte sie auch. Auf ihre Weise. Es durfte sie nur keiner fragen, was Abseits bedeutete, was ein Fallrückzieher war oder warum der Schiedsrichter schon wieder mitten im Spiel, das sich doch so schön anschauen ließ, abpfiff. Das alles wusste Oma Klein nämlich nicht. Bei manchen Spielen wusste sie nicht einmal, welche Mannschaft gerade die deutsche war. Die mit den roten Trikots oder doch die mit den schwarzen Hemden und weißen Hosen? Nein, das alles wollte sie gar nicht wissen und, ehrlich, es interessierte sie auch nicht. Hauptsache, Wohnzimmer und Küche waren voller Menschen, die es liebten, bei ihr und mit ihr einen spannenden Fußballabend (mit Sahnehäubchen) zu verbringen und Käsekuchen, Speckkuchen, Chips, Salzstangen und Pizza zu essen.

© Elke Bräunling

BLuemchen und Beerchen

 

Hier wird Fußball gespielt (oder das Fußballspielen „spielt“ eine Rolle):

Drei zu zwei für Laura
Fußball-Ombu und die neue Heimat
Fußballfieber
Fußballer joggen auch und Sport ist Mord
Sonntagsausflug oder Fußballspiel
Sommerträume und Fußball
Fußballsommer
Schrei nicht so laut!
Max und der Glückskäfer
Mirkos erster Freund
Das allerschönste Spiel auf der Welt
Pit und der Zauberbesen
Supermarkt oder Fußballwiese
Fußball mit Sahnehäubchen
Opas Fußballwette und der Besuch von Cousine Erna
Der Fußball, die Liebe und die bunten Erinnerungen – Erzählung für Senioren

Advertisements