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Nur ein Traum?
Eine kleine Liebesgeschichte

„Den Regen konnten wir wirklich gut gebrauchen!“ Manuela stand am Gartenzaun. Auf der anderen Seite hatte sich Gerhard auf einen Plausch eingerichtet. Er stützte sich auf seine Schaufel, um die müden Beine zu entlasten.
„Man sieht dem Garten diesen seltsamen Sommer an“, brummte Gerhard. „Viel Mühe und wenig Lohn. Manchmal frage ich mich, ob sich das Ganze noch rentiert.“
„Ha!’ Manuelas Augen blitzten. „Willst du dir deine sauberen Lebensmittel teuer im Bioladen kaufen?“
„Keinesfalls, aber es macht doch eine Menge Arbeit und meine Beine wollen nicht mehr so recht.“ Gerhard machte ein gequältes Gesicht und schickte einen Seufzer hinterher.
„Aufgeben ist keine Lösung.“ Forschend sah sie ihn an. „Oder hat dich dein Kampfgeist verlassen. ,Jetzt erst recht’, das sollte unser Ziel sein. Hey, alter Freund, wir sollten uns zusammen tun!“
„Ja, aber wie stellst du dir das vor, Manuela?“ Gerhard zuckte die Achseln. Manuela war ein durch und durch positiver Mensch und sie hatte ihn schon oft aus seinen trüben Gedanken geholt.
„Hast du deine Fantasie verloren, alter Freund? Stell dir doch einmal vor, wie es hier aussähe, wenn wir unsere Gärten zusammen legten? Ein kleines Paradies könnten wir erschaffen.“
„Ach ja, ein Paradies, das wäre was! Und wir beide mittendrin!“ Gerhard lachte.
Das gefiel Manuela schon besser.
„Rein zufällig habe ich einen Apfelkuchen gebacken. Was meinst du, kann ich dich zu einem Stück überreden?“, fragte sie.
Gerhard kicherte. „Wie Eva!“, flüsterte er.
„Was hast du gesagt? Du weißt doch, meine Ohren!“, fragte Manuela nach, die genau verstanden hatte, was Gerhard gesagt hatte. Ihr gefiel diese Neckerei.
Insgeheim aber schlugen ihre Gedanken Purzelbäume. Gerhard … und sie? Was für ein Gedanke aber auch! Sie konnte nicht verhindern, dass das Herz ihr auf einmal bis zum Halse schlug. Da, jetzt neigte er sich zu ihr herüber und lächelte … und …
Da klingelte der Weckton ihres Smartphones. War es nur ein Traum?
Manuela grinste. Träume konnten wahr werden. Man musste nur manchmal ein bisschen nachhelfen.

© Elke Bräunling & Regina Meier zu Verl

rosarose

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